Clubgeschichte

 

Der EHC St. Moritz wurde am 17. Januar 1918 gegründet und feierte in den 1920er-Jahren seine erfolgreichste Zeit. In den Saisons 1921/22[1] und 1922/23 wurde der Verein zweimal Schweizer Meister und in letzterer Saison zusätzlich Sieger der internationalen Meisterschaft. Im darauffolgenden Jahr gewann der EHC den Vizemeistertitel. Nochmals drei Jahre später, in der Saison 1927/28, gewann der EHC St. Moritz ein drittes und letztes Mal die Schweizer Meisterschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind noch der NLB-Meistertitel 1954 und der Amateur-Meistertitel 1966 zu verzeichnen. Die erste Mannschaft des EHC St. Moritz spielt in der Saison 2011/12 in der 2. Liga Ost, Gruppe 2, nachdem der Verein bis 2006/07 jahrelang in der 1. Liga mitgespielt hatte.

Unter freiem Himmel

Es ist irgendwann im Winter 1895, da fotografiert ein Unbekannter ein Spiel mit Schlittschuhen, Stöcken und einer Hartgummischeibe auf einem rasch angelegten Eisfeld im Winterkurort St. Moritz. Untertitelt die ist Aufnahme mit dem Vermerk, dass der HC St. Moritz zu einem Eishockey-Spiel gegen ein Team von Engländern antritt. Bild und Textausschnitte finden Einzug in frühere Eishockey-Bücher und vermitteln, dass die

Sportart schon im 19. Jahrhundert in den Bergorten auf Begeisterung gestossen ist. Natürlich noch ohne ausreichenden Schutz für die Spieler, ohne Helme. Die Akteure der Show traten oft in Hut, Kittel und Krawatte an. Insbesondere die Torhüter lebten gefährlich. Manch blauer Fleck war die Folge von unliebsamer Bekanntschaft mit der schwarzen Hartgummischeibe. Das war vor 123 Jahren. Trotzdem ist der EHC St. Moritz offiziell erst am 17. Januar 1918 aus der Taufe gehoben worden. Der Verein ist heute einer der ältesten Klubs des Landes, welcher noch in der offiziellen Meisterschaft mitspielt.

Mit einem Fanionteam bei den Amateuren und vielen

Nachwuchsmannschaften. Die Förderung eigener unger Spieler stand vorab in den letzten 30 Jahren beim Schweizer Meister von 1922, 1923 und 1928 im Vordergrund. Schon 5-jährige werden im EHC

St. Moritz unterrichtet, ohne verklärten Blick auf die frühen glorreichen Zeiten. Ziel ist die Förderung junger Menschen in einem faszinierenden Sport. Sei dies im sportlichen Bereich oder wie auf charakterlicher Ebene. Der Mannschaftssport fordert und fördert die Entwicklung der Kinder. Teamdenken ist gefragt, etwas, das auch im täglichen (Berufs-)leben wichtig ist.


Die Gründung

Am Abend des 17. Januar 1918 versammelten sich einige tatenfreudige Enthusiasten des Eishockeys im damaligen Restaurant «Westend» und vollzogen die reguläre Gründung des EHC St. Moritz. Es waren dies die sportbegeisterten Herren Arthur Hildebrandt, Donald Unger, Mezzi Andreossi, Zacchi Andreossi, Edi Koch, Silvio Steffani, Paul Badrutt, Emile Michel, Peter Conrad und Conradin Conrad.


Unser Clublogo

Wussten Ihr wer unser Clublogo entworfen hat ?

Es war dies Giorgio Misani der Grossvater von Gian Andrea Misani von Misani Weine


Zukunft

Der EHC St. Moritz geht ins zweite Jahrhundert mit klaren Strukturen, aber nach wie vor nicht existenter optimaler Infrastruktur. Und mit dem täglichen Kampf um die Finanzen. Die Ludains ist nach 50 Jahren längst nicht mehr zeitgemäss, der Eishockey- Sport wandelt sich tagtäglich. Er wird schneller, technischer, härter, intensiver. Da kann nur noch mithalten, wer die sportlichen Voraussetzungen schafft. Ohne Eishalle geht es nicht aufwärts, die Stagnation ist da.

Trotzdem: Der Enthusiasmus, die grosse Freude bei der täglichen ehrenamtlichen Tätigkeit ist bei Vorstandsmitgliedern, Trainern und Spielern vorhanden. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Anforderungen werden immer höher, auch weil der Schweizerische Eishockey-Verband selbst den Amateuren immer grössere Herausforderungen aufbürdet. In der dritthöchsten Spielklasse wird längst zweimal pro Woche gespielt, verbunden mit Reisen durch die ganze Schweiz. Das will und kann sich der EHC St.

Moritz im Hochtal nicht leisten - zumindest so lange nicht die strukturellen Defizite (fehlende Halle, Entschädigungen für berufliche

Abwesenheiten unter der Woche, usw.) beseitigt sind. Eine Herkulesaufgabe, gefragt ist vor allem auch die Politik. Und die Region, welche endlich die nötigen Voraussetzungen für den im Oberengadin traditionsreichen Eissport schaffen muss und im täglichen Politgeschehen vernachlässigt wird, respektive an der gegnerischen Lobby scheitert. Zum Nachteil auch des

Tourismusortes St. Moritz.